Die Schulter ist ein hauptsächlich muskelgeführtes Gelenk. Das heißt, dass die gelenkige Verbindung weitestgehend aus Muskeln besteht. Diese Muskelführung erweist sich als großer Vorteil, wenn man die dadurch gewonnene Beweglichkeit der Schulter in Betracht zieht. Allerdings erwächst auch ein großer Nachteil aus dieser Art der Verbindung zweier Knochen. Die Stabilität der Schulter ist im Vergleich zum Hüftgelenk viel geringer und somit die Verletzbarkeit des Schultergelenkes deutlich größer. Neben der Muskulatur hat der Oberarm unter anderem noch eine weitere Hilfe zur Stabilisierung in dem Schultergelenk. Diese besteht in einer Knorpellippe. Diese Knorpellippe nennt man das Labrum. Wird ein Teil dieser Knorpellippe abgerissen, dann kommt es immer wieder zum Auskugeln des Schultergelenkes auch ohne Gewalteinwirkung, weil die Stabilität beeinträchtigt ist. Sieht man sich die Art der Erkrankungen oder Verletzungen an, so fallen drei spezielle Diagnosen wegen ihrer Häufigkeit besonders auf. Dies sind der Schulterschmerz bei Bewegung des Armes (Impingementsyndrom), der Sehnenriss der tieferen Schichten der Schultermuskulatur (Rotatorenmanschettenruptur) sowie das wiederholte Ausrenken der Schulter (Schulterluxation). Zwischen Schlüsselbein (Clavicula) und der knöchernen Schulter besteht ein Gelenk, das so genannte Schultereckgelenk (Akromio-Calvicular-Gelenk). Auch hier können Verschleiß bedingte Veränderungen, wie sie bei der Arthrose aller anderen Gelenke vorkommen können zu Schulterschmerzen führen. Das kleine Verbindungsgelenk der Schulter ist wichtig bei fast allen Bewegungen des Arms und somit auch der Schulter mit seinem Schulterblatt.
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