Unter Arthrose versteht man allgemein jede Art von Gelenkverschleiß. Es gibt jedoch große Abstufungen zwischen einer leichten, beginnenden Arthrose und einer schweren, fortgeschrittenen Arthrose. Die Entwicklung ist oft ein langwieriger Prozess, der Jahre und Jahrzehnte dauern kann. In der Medizin ist die Arthrose definiert als ein zunehmender, altersabhängiger Knorpelabrieb der Gelenke des Körpers, was dann zu einem Knorpelschaden führt. Dieser Knorpelabrieb kann schleichend erfolgen (latente Arthrose) oder in eine schmerzhafte Erkrankung übergehen (aktivierte Arthrose), je nachdem wie rasch der Knorpelschaden fortschreitet. Danach richtet sich dann auch die spezielle Arthrosebehandlung. In fortgeschrittenen Fällen stellen sich auch Veränderungen im Bereich des gelenknahen Knochens, der Gelenkschleimhaut, der Gelenkkapsel sowie der Gelenk umspannenden Muskulatur ein, so dass die Arthrose als Krankheitsbild nicht auf den Knorpelabrieb allein beschränkt bleibt. Woran erkennt man einen Gelenkverschleiß? Hinweise auf das Vorliegen einer Arthrose sind Schmerzen in dem jeweiligen Gelenk. Die Schmerzen treten insbesondere bei oder nach körperlicher Belastung auf. Typisch ist auch ein so genannter Anlaufschmerz, der zu Beginn der Bewegung nach längerer Ruhephase auftritt, mit der Zeit jedoch weniger wird. Ein weiteres Kennzeichen ist eine Gelenkentzündung, die mit einem Anschwellen und einer Überwärmung des Gelenks einhergehen kann. Letztendlich kann Arthrose zur Zerstörung des Gelenkes führen. Das Gelenk verliert seine Form weshalb auch der Begriff Arthrosis deformans eine gebräuchliche Krankheitsbeschreibung darstellt. Tritt die Arthrose an vielen Gelenken gleichzeitig auf, spricht man von einer Polyarthrose. Das Leiden beginnt schleichend, i.d.R. nach dem 50. Lebensjahr, verläuft aber auch in Schüben, im Beginn meist symptomlos, später mit zum Teil starken Schmerzzuständen. Ab einem entsprechenden Alter lassen sich praktisch an allen Gelenken Veränderungen im Sinn einer arthrotischen Veränderung (Gelenkverschleiß) erkennen. Von Arthrose kann jedes Gelenk betroffen sein. Am häufigsten sind Veränderungen an den großen, tragenden Gelenken vorzufinden (Hüftarthrose (Coxarthrose), Kniearthrose (Gonarthrose)). Knorpelabnutzung an diesen Gelenken besitzt auch die größte klinische Relevanz in der Orthopädie. Die primäre Arthrose entwickelt sich ohne erkennbare Ursache. Sie stellt die klassische, altersbedingte Arthrose dar. Der Knorpelabrieb ist hier v.a. von genetischen Einflussfaktoren bestimmt. Die sekundäre Arthrose ist Folge von Fehlstellungen, Unfällen mit bleibenden Gelenkschäden oder Infektionen.
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